Die strukturellen und demografischen Veränderungen der Arbeitswelt und ihre Auswirkungen auf die Gesundheit der Beschäftigten stehen in diesem Themenfeld im Mittelpunkt.
Unsere Experten stellen Ihnen einige Aspekte einer langen Beschäftigungsfähigkeit, etwa das Modell des Hauses der Arbeitsfähigkeit, vor. Außerdem werden die Ergebnisse des iga-Barometers zur altersgemischten Teamarbeit beleuchtet.
Für 2011 haben die vier iga-Verbände folgende Projekte im Themenfeld Wandel der Arbeit geplant:
iga-Kolloquium gesund und sicher länger arbeiten
Die Arbeitsfähigkeit des Menschen, die durch viele Faktoren beeinflusst wird, kann durch gezielte Maßnahmen erhalten und gefördert werden. Welche Handlungshilfen dafür in Unternehmen eingesetzt werden und sich bereits bewährt haben, wurde in Vorträgen und auf einem Praxismarkt diskutiert. Eine besondere Rolle unter "Praktische Handlungshilfen für Betriebe" spielte beim 8. iga-Kolloquium "Gesund und sicher länger arbeiten" das "Haus der Arbeitsfähigkeit".
iga-Barometer
Das iga-Barometer - die Ergebnisse liegen im iga-Report 21 vor - fragt in regelmäßigen Abständen eine repräsentative Stichprobe von 2.000 Erwerbstätigen, wie sie den Stellenwert der Arbeit, des Arbeitsplatzes und der Gesundheit einschätzt. Zusätzlich zum Standard-Frageteil "Arbeit und Gesundheit" gibt es einen variablen Teil mit einem oder zwei wechselnden aktuellen Themen. In der 3. Welle waren das "Das Miteinander der Generationen am Arbeitsplatz" und Gesundheitsverhalten bzw. -bewusstsein.
iga-Expertendialog
Im Sommer 2011 wurde zum 4. Mal im iga-Expertendialog ein aktuelles wissenschaftliches Thema gemeinsam von Wissenschaftlern und Präventionsexperten der gesetzlichen Kranken- und Unfallversicherung diskutiert. Diesmal wurde das Thema psychische Erkrankungen im Zusammenhang mit der Arbeitswelt vorgestellt.
Training zur Burn-out- und Depressions-Prävention
Im Projekt wird ein Training entwickelt und evaluiert, das die kognitiven Kontrollfähigkeiten steigert, um somit das Burn-out- bzw. Depressionsrisiko zu reduzieren. Der Hintergrund: In verschiedenen wissenschaftlichen Studien konnte gezeigt werden, dass bei einer geringen Ausprägung der Selbstkontrollfähigkeit (im Arbeitskontext vor allem als Selbstkontrolle bezeichnet) ein erhöhtes Risiko besteht, an Burn-out oder Depressionen zu erkranken.
Demografie – älter werden im Beruf
Eine Recherchearbeit soll erfassen, welche Instrumente und Handlungshilfen vorliegen, die Ansatzpunkte zur Analyse und Bewältigung des demografischen Wandels im Betrieb bieten. Zusammengestellt wird darüber hinaus, welche Möglichkeiten und Schwächen diese haben und in welchen Feldern weiterer Forschungs- und Entwicklungsbedarf besteht.
Alter(n)sgerechte gesundheitsorientierte Führung
Wissenschaftliche Erkenntnisse belegen, dass alter(n)sgerechtes Führungsverhalten ein hoch signifikanter Faktor für eine Verbesserung der Arbeitsfähigkeit von älteren Beschäftigen ist. Daher soll in iga ein Seminar entwickelt werden, das Führungskräfte in die Lage versetzt, die vorhandenen Erkenntnisse in der Praxis erfolgreich umzusetzen.
Auswirkungen von Erwerbslosigkeit auf die Erwerbsbiografie
Das Projekt untersucht die Auswirkungen einer vorübergehenden Erwerbslosigkeit auf die Erwerbsbiografie, auf das Arbeitsverhalten in der anschließenden Wiederbeschäftigung und die damit verbundenen Konsequenzen für die Gesundheit der (Wieder-)Beschäftigten.
Berufsbedingte räumliche Mobilität und Gesundheit
Das Projekt knüpft an den iga-Expertendialog 2010 "Arbeiten aus dem Koffer: Macht Mobilität krank?" an. Geplant ist ein Workshop mit Präventionsexperten, in dem u. a. geeignete Mobilitätsformen ausgewählt und Ansätze für Präventionsstrategien entwickelt werden. Erarbeitet werden soll auch, ob und wie das Thema Mobilität in bestehende Instrumente der betrieblichen Gesundheitsförderung integriert werden kann oder ob neue entwickelt werden müssen.
Restrukturierung
Durch steigenden Wettbewerbs- und Innovationsdruck müssen sich Unternehmen und ihre Beschäftigten immer häufiger Veränderungsprozessen stellen. Das Thema "Veränderung, aber gesund" wird daher in Zukunft an Bedeutung zunehmen. Mit dem Projekt sollen Erkenntnisse und Empfehlungen gewonnen werden, um Betriebe dabei zu unterstützen, Veränderungsprozesse gesundheitsverträglich zu gestalten.
weisen viele Projekte des Themenfeldes "Gestaltung gesunder Arbeit" ebenfalls Aspekte auf, die mit dem demografischen und strukturellen Wandel der Arbeitswelt einhergehen.
stellt in Form einer Synopse Berufe mit einer Vielzahl an Risikofaktoren im Sinne von arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren den Berufen gegenüber, die von einer großen Krankheitslast gekennzeichnet sind.
Unser Newsletter berichtet über das Projekt "Mein nächster Beruf" in der Reinigungsbranche und stellt ein Training vor, dass hilft, Verhalten besser zu steuern. Ziel ist es, Burnout und Depressionen vorzubeugen.
enthält die Ergebnisse des iga-Barometers zum Stellenwert der Arbeit, zum Gesundheitsverhalten und subjektiven Gesundheitszustand sowie zur Zusammenarbeit in altersgemischten Teams aus Sicht der deutschen Erwerbstätigen.
wurden der "igaCheck 2011" - Report 19 und Software - und der iga-Report 6 "Instrumente zum Bewerten betrieblicher Störung" mit dem Ausfallkostenkalkulator.