Angehörige verschiedener Nationalitäten nehmen Arbeitsunfähigkeitstage sehr unterschiedlich in Anspruch: Während einzelne Nationalitäten signifikant seltener und kürzer krank sind als deutsche Beschäftigte, kehrt sich dieses Verhältnis bei anderen Nationalitäten um. Das kann an verschiedenen beruflichen Belastungen, aber auch am Gesundheitsverhalten und -verständnis oder an Kommunikationsproblemen liegen.
iga erarbeitete gemeinsam mit der Universität Hannover und dem Ethno-Medizinischen Zentrum Hannover ein Konzept für ein Interkulturelles Betriebliches Gesundheitsmanagement. Dieses beinhaltet Materialien zu interkulturellen Schulungen für Führungskräfte und von so genannten Gesundheitslotsen, die als Multiplikatoren im Unternehmen wirken. Ein "Gesundheitswegweiser", eine kurze Broschüre in verschiedenen Sprachen, verbindet die wichtigsten Angebote der Betrieblichen Gesundheitsförderung und Prävention mit Ratschlägen für ein gesundes Leben.
Das Interkulturelle Betriebliche Gesundheitsmanagement (IBMG) ist insbesondere für Unternehmen mit hohem Migranten-Anteil in der Belegschaft geeignet. Es führt zu einer verbesserten innerbetrieblichen Kommunikation und zu mehr interkulturellem Verständnis und damit zu mehr Arbeitszufriedenheit und einem geringeren Krankheitsgeschehen.
Konzept und Materialien wurden in zwei Unternehmen getestet. Für den Einsatz bei BMW hat iga gemeinsam mit der BKK BMW den 3. Platz des Bayrischen Gesundheitsförderungs- und Präventionspreises 2009 gewonnen. 2010 soll das Programm weiterentwickelt und bei weiteren Unternehmen eingesetzt werden.
Norbert Haberl, Vorstand der BKK BMW, zum IBGM:
"Es ist bekannt, dass Mitarbeiter mit Migrationshintergrund schwerer Zugang zu Gesundheitsangeboten finden. Wir sahen mit dem Interkulturellen Betrieblichen Gesundheitsmanagement eine gute Möglichkeit, den Zugang zu erleichtern und auf die besonderen Bedürfnisse dieser Mitarbeiter einzugehen. Die durchweg positiven Erfahrungen mit dem Projekt und das Engagement der Gesundheitslotsen am Standort München bestätigen diesen Ansatz und bestärken uns darin, in diese Richtung zu agieren und das Konzept in anderen Abteilungen und an anderen Standorten umzusetzen."
"Starke Muskeln, gesunde Knochen – beweglich bleiben im Beruf" - wer wünscht sich das nicht? Wie Muskel-Skelett-Erkrankungen in der Arbeitswelt wirksam vorgebeugt werden kann, zeigen die iga-Fakten 2.
Unser Newsletter iga.aktuell informiert Sie über die vierte Netzwerkkonferenz des DNBGF, die iga-Fakten zur Prävention von Muskel-Skelett-Erkrankungen und in "Schnipseln" über ausgewählte Projekte, Veröffentlichungen und Veranstaltungen.
Der zweite Teil des iga-Reports 17 beschreibt Bedingungen und Voraussetzungen für den Verbleib und den erfolgreichen Berufswechsel von Straßen- und Tiefbauern.
Zusätzlich wurde in der Anlage 2 zum iga-Report 17 die Risikoanalyse zu Berufen mit begrenzter Tätigkeitsdauer veröffentlicht.
Die Ergebnisse der Umfrage zu Motiven und Hemmnissen für Betriebliches Gesundheitsmanagement in kleinen und mittleren Unternehmen sind als iga-Report 20 erschienen.
wird in einer neuen, kurzen Broschüre vorgestellt. Erklärt werden die Grundzüge und Hintergründe. Außedem kommen Betriebe zu Wort, in denen das IBGM bereits getestet wurde.
Ein so genannter Wegweiser für die Beschäftigten erklärt zusätzlich kurz und knapp, was der Arbeitgeber für die Gesundheit tun muss und was sie selbst für ihre Gesundheit tun können und sollten. Den Wegweiser gibt es in Deutsch, in englisch-deutsch und türkisch-deutsch.
Wir freuen uns über Ihre Rückmeldung zur iga-Internetseite und den Informationsmaterialien.