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1. iga-Expertendialog: Gesundheitsverhalten nachhaltig ändern – aber wie?

Teilnehmer des 1. iga-Expertendialogs

Erstmals wurde im iga-Expertendialog ein aktuelles wissenschaftliches Thema – das Verändern von Gesundheitsverhalten – gemeinsam von Wissenschaft und Praxis in einer überschaubaren Runde erörtert.

Die Gesundheitstheorie von Professor Ralf Schwarzer geht auf die wesentlichen Komponenten ein, die beeinflusst werden müssen, damit ein Mensch sein Verhalten verändert. Dies gilt sowohl für das Gesundheitsverhalten als auch für das sicherheitsbewusste Verhalten am Arbeitsplatz.

Zwei seiner zentralen Thesen wurden unter anderem vorgestellt:
1. Es muss nicht nur die Risikowahrnehmung verbessert werden, sondern – viel wichtiger – die subjektive Selbstwirksamkeits- und Handlungsergebniserwartung. Nur wer selbst davon überzeugt ist, dass er etwas für sich bewirken kann und dabei auch schon erste Erfolge erzielt hat, wird nachhaltig sein Verhalten ändern. Diese subjektiven Überzeugungen kann man durch gezielte Präventionsmaßnahmen positiv verändern.

2. Außerdem müssen Programme zur Gesundheitsförderung- und zum Arbeitsschutz „maßgeschneidert“ sein und beim „Ist-Zustand der Betroffenen“ ansetzen. Die Betroffenen unterteilen sich dabei in Absichtslose, die völlig unmotiviert sind, Absichtsvolle, die handlungsbereit sind, und Handelnde, die gegen Rückfälle zu stärken sind. Jede dieser drei Gruppen braucht ein spezielles Programm, um ihr Verhalten zu verändern und bereits eingetretene Verhaltensänderungen zu unterstützen. Bei diesen maßgeschneiderten Programmen können auch elektronische Lern- und Coaching-Programme sehr erfolgreich eingesetzt werden, wie die Forschergruppe mit Ergebnissen aus einem laufenden Präventionsprojekt bei der Deutschen Bahn AG nachgewiesen hat.

An beiden Tagen wurde intensiv diskutiert, welche Ideen man in die Praxis umsetzen kann, damit sich unsere Zielgruppen sicherer und gesünder verhalten. Die Praktiker setzten sich dabei auch sehr kritisch mit den wissenschaftlichen Ergebnissen auseinander. Am Ende konnten alle Beteiligten gute, praktikable Ideen mit nach Hause nehmen.

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Zu einem Kurzabriss der Veranstaltung
    

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