
Kann ich das Wissen zur Funktionsweise unseres Gehirns nutzen, um Präventionsthemen noch besser an den „Endverbraucher“ zu bringen? Diese Frage führte 23 Mitarbeiter von Krankenkassen, Berufsgenossenschaften, Unfallkassen und ihren Verbänden nach Dresden. Die Initiative Gesundheit und Arbeit (iga) hatte den Professor für Biopsychologie der Ruhr-Universität Bochum und Leopoldina-Mitglied Onur Güntürkün eingeladen, mit Praktikern in den Dialog zum Thema „Wie funktioniert unser Gehirn? – Folgerungen für die moderne Arbeitswelt“ zu treten.
Nach einem Vortrag zu den Grundlagen des Gehirns regten die folgenden Themen Lernen, Erinnern und Entscheiden sehr schnell zur Diskussion an. Die anschaulichen Erläuterungen von Prof. Onur Güntürkün – etwa das Beispiel einer (fiktiven) Erinnerung an eine Begegnung mit Gina Lollobrigida – machten es der Runde einfach, sich mit eigenen Praxisbezügen, Fragen und durchaus auch Zweifeln einzubringen.
Drei beispielhafte Aha-Effekte der Veranstaltung:
Zusammenfassend kann man feststellen, dass Erkenntnisse aus der Hirnforschung die eigene Arbeit bei der Wissensvermittlung zu Gesundheit und Sicherheit oder bei Entscheidungen für eine gesunde Lebensweise unterstützen können. Bestimmte Aspekte, die man bereits aus eigener Erfahrung oder empirischen Studien anderer Gebiete wie der Psychologie kennt, können von der Hirnforschung erklärt werden.
Einig waren sich die Teilnehmer, dass der „Ausflug“ des iga-Expertendialogs in wissenschaftliche angrenzende Gebiete auch nächstes Jahr wieder stattfinden soll. Denn der Dialog von Wissenschaft und Praxis gibt wichtige Impulse, um die eigene Arbeit weiterzuentwickeln.
Die wichtigsten diskutierten Themen haben wir für Sie zusammengefasst.
28.05.2013, Paderborn
Tour de BEM: Betriebliches Eingliederungsmanagement
19.06.2013, Duisburg
Tour de BEM: Betriebliches Eingliederungsmanagement
DGUV-Statistiken zu Arbeits- und Wegeunfällen sowie Berufskrankheiten
Gesundheitsreport der Barmer GEK
OSHA-Studie "Europäische Erhebung unter Unternehmen zu neuen und aufkommenden Risiken"
"Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit" Bericht der BAuA
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