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Aktuelle Trends

Die Veränderungen in der Arbeitswelt greift iga regelmäßig in eigenen Projekten zu Prävention und Gesundheitsförderung auf.

Unter "Aktuelle Trends" schaut iga über den eigenen Tellerrand und wirft einen gezielten Blick in die deutsche und internationale Forschungslandschaft zu Gesundheit und Arbeit. Interessante Statistiken und Forschungsergebnisse bereiten wir von Zeit zu Zeit an dieser Stelle für Sie auf.

Verbreitung variabler Vergütungssysteme: Trendzahl 60

Foto: Adobe Stock, zakokor

Rund 60 Prozent aller Betriebe setzen variable Vergütungssysteme ein. Vergütungspraktiken, in denen sich ein Bestandteil des Gehalts an persönlichem Erfolg, Unternehmenserfolg oder der Teamleistung bemisst, sollen Motivation, Engagement und Arbeitsleistung der Beschäftigten steigern. Die Wirksamkeit solch finanzieller Anreize wird derzeit in der Praxis kontrovers diskutiert.

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) untersuchte in Zusammenarbeit mit dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) die Entwicklungen variabler Vergütungen in Deutschland sowie die Auswirkungen variabler Vergütungssysteme auf die Arbeitsqualität. Grundlage dieser Untersuchung war eine Längsschnittbefragung von Beschäftigten und Personalverantwortlichen.

Auffällig ist, dass die Arbeitszufriedenheit und die emotionale Bindung an das Unternehmen steigen, wenn die variable Vergütung stärker am Erfolg des gesamten Unternehmens bemessen wird. Hingegen sinken die Arbeitszufriedenheit und die Kooperationsbereitschaft, wenn die variable Vergütung stärker an individuelle Leistung geknüpft ist. Darüber hinaus zeigt der Monitor, dass Zielvereinbarungen nur dann zu einer höheren Arbeitszufriedenheit beitragen können, wenn sie nicht direkt mit der variablen Vergütung verknüpft sind.

Weiterführende Informationen sowie die gesamten Ergebnisse der Untersuchung finden Sie unter: https://www.bmas.de/DE/Service/Medien/Publikationen/a891-variable-verguetungssysteme.html

Mehr zu Motivation, Engagement und Arbeitsleistung bei iga:

Foto: Adobe Stock, auremar

In einer aktuellen Publikation präsentiert das INQA-Partnernetzwerk Offensive Gesund Pflegen die Ergebnisse breiterer Literaturrecherchen und Umfragen in der Pflegebranche. Im Mittelpunkt stehen die professionell Pflegenden und ihre Sicht auf die Digitalisierung ihres Arbeitsumfeldes. So geht die Publikation der Frage nach, wo und wie die Digitalisierung dazu beitragen kann, den Arbeitsalltag der Pflegekräfte zu erleichtern und ihn sicherer und gesünder zu gestalten.

Die Mehrheit der Befragten (87 Prozent) steht dem Einsatz moderner Technik in der Pflege aufgeschlossen gegenüber. Durch elektronische Dokumentation und technische Assistenzsysteme versprechen sich viele von ihnen eine Entlastung. 71 Prozent der Befragten finden es sehr wahrscheinlich, dass der Einsatz digitaler Technik die Sicherheit und Gesundheit im Beruf verbessert. So könnten beispielsweise technische Assistenzsysteme die Arbeit der Pflegekräfte erleichtern und sie dadurch physisch und psychisch entlasten.

Trotz dieser Offenheit und der positiven Einstellung gegenüber des Einsatzes moderner Lösungen in der Pflege, glaubt die Mehrheit nicht, dass die Digitalisierung dem zunehmenden Personalmangel entgegenwirken kann. Gleichzeitig werden Ansätze wie Telecare und Robotik kritisch betrachtet. Die Pfleger und Pflegerinnen befürchten, dass der persönliche Kontakt zu den Pflegebedürftigen durch den Einsatz solcher Techniken leiden könnte.

Die gesamten Ergebnisse finden Sie unter: https://www.inqa.de/DE/Angebote/Publikationen/pflege-4.0.html

Bei iga mehr erfahren zu Gesundheit im Pflegeberuf:

Foto: Adobe Stock, mangostock

Bereits seit 1978 führen das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) und die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) in regelmäßigen Abständen eine Erwerbstätigenbefragung durch. Anfang des Jahres wurden die ersten Ergebnisse der mittlerweile siebten Befragungswelle veröffentlicht.

Diese Grundauswertung stellt unter anderem Ressourcen, Handlungsspielräume und Kontrollmöglichkeiten der Beschäftigten in Deutschland dar. Darüber hinaus werden die Arbeitszufriedenheit, Arbeitsbedingungen sowie die physischen und psychischen Arbeitsanforderungen beschrieben.

Die Ergebnisse zeigen, dass körperlich harte Arbeit immer noch weit verbreitet ist. So gibt beispielsweise mehr als die Hälfte der Befragten an, häufig im Stehen arbeiten zu müssen. Etwa jeder Vierte muss bei der Arbeit schwere Lasten tragen oder heben.

Eine positive Entwicklung, die aus der Befragung hervorgeht: Mehr Beschäftigte haben Zugang zu Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung. Während im Jahr 2006 34,3 Prozent der befragten Beschäftigten angaben, dass in ihrem Betrieb gesundheitsfördernde Maßnahmen angeboten wurden, bejahten dies im Jahr 2018 bereits 44,7 Prozent.

 

Weitere Informationen und die ausführliche Studie erhalten Sie hier:
https://www.baua.de/DE/Themen/Arbeitswelt-und-Arbeitsschutz-im-Wandel/Arbeitsweltberichterstattung/Arbeitsbedingungen/BIBB-BAuA-2018.html

Studien von iga zum Thema Arbeitszufriedenheit und -anforderungen: