Extranet

Extranet Login

Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden

Login-Daten vergessen?

(0)

Aktuelle Trends

Die Veränderungen in der Arbeitswelt greift iga regelmäßig in eigenen Projekten zu Prävention und Gesundheitsförderung auf.

Unter "Aktuelle Trends" schaut iga über den eigenen Tellerrand und wirft einen gezielten Blick in die deutsche und internationale Forschungslandschaft zu Gesundheit und Arbeit. Interessante Statistiken und Forschungsergebnisse bereiten wir von Zeit zu Zeit an dieser Stelle für Sie auf.

Arbeitsintensität und Gesundheit: Trendzahl 50

Ein Altenpfleger unterstützt einen pflegebedürftigen Rentner beim Aufstehen.
Foto: Adobe Stock, Kzenon

50 Prozent der Befragten denken, bis zur gesetzlichen Altersrente weiterarbeiten zu können. 10 Prozent sind sich nicht sicher und 40 Prozent denken, dass sie es mit ihrer aktuellen Tätigkeit wahrscheinlich nicht schaffen, bis zur gesetzlichen Altersrente arbeiten zu gehen. Ist die Arbeitsmenge sehr häufig oder oft zu hoch, steigt dieser Anteil auf knapp über 50 Prozent.

Der DGB-Index ist eine repräsentative Befragung von Beschäftigten (n = 6.574), die jährlich vom Deutschen Gewerkschaftsbund durchgeführt wird. In 2019 lag der Schwerpunkt auf dem Thema Arbeitsintensität. Es wird deutlich, dass überhöhte Arbeitsintensität ein wesentlicher Belastungsfaktor ist. In der Gruppe, die angibt, dass die Arbeitsmenge sehr häufig oder oft zu hoch ist, wird der subjektive Gesundheitszustand schlechter eingeschätzt. Beschäftigte dieser Gruppe fühlen sich deutlich häufiger leer und ausgebrannt, der Präsentismus-Anteil ist höher und Pausen werden häufiger verkürzt oder gar nicht wahrgenommen.

Weitere Erkenntnisse zum Thema Arbeitsintensität lassen sich hier nachlesen:
https://index-gute-arbeit.dgb.de/++co++7e0fcbb8-1f0c-11e9-a224-52540088cada

Mehr lesen zum Thema bei iga:

Eine Frau arbeitet am Abend an ihrem PC im Büro. An den Arbeitsplätzen neben ihr sind weitere Monitore erleuchtet.
Foto: Adobe Stock, Dragon Images

Die Studie untersucht die Einflussfaktoren und die Verbreitung von digitalem Stress in Deutschland. Dazu wurden 5.000 Beschäftigte unterschiedlicher Branchen befragt. Es konnten acht Kernaussagen formuliert und 12 digitale Belastungsfaktoren identifiziert werden.

Leistungsüberwachung und Verletzungen der Privatsphäre (gläserne Person) sowie häufige bis permanente Unterbrechungen gehören zu den wichtigsten digitalen Belastungsfaktoren. Hinzu kommen unter anderem Informationsüberflutung, Komplexität, Omnipräsenz oder Unsicherheit im Umgang mit neuen Technologien. Mehr als jede dritte befragte Person berichtet von einer starken Belastung in mindestens einem der Faktoren. Es kommt auch darauf an, wie viele Technologien am Arbeitsplatz zum Einsatz kommen und wie häufig sie genutzt werden. Zusätzlich müssen die digitalen Belastungsfaktoren im Kontext mit anderen Rahmenbedingungen der Arbeit, wie soziales Miteinander, Führungskultur oder Handlungsspielraum betrachtet werden, da diese eng mit dem Belastungsempfinden zusammenhängen und vielfältiges Kompensationspotential bieten.

Die ausführliche Studie erhalten Sie hier: https://gesund-digital-arbeiten.de/download/591/

Bei iga mehr erfahren zu Digitalisierung in der Arbeitswelt:

Ein junger Mann in Schutzkleidung legt ein Werkstück in eine CNC-Maschine.
Foto: Adobe Stock, Kzenon

Der Bericht über die Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit zeigt jährlich die Entwicklungen bei Arbeitsunfällen, Berufskrankheiten, im Arbeitsunfähigkeitsgeschehen sowie der Arbeitsbedingungen auf. Zusätzlich bietet er einen strukturierten Überblick über Akteure und Aufgaben. Auf Basis der BiBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung 2018 (n = 20.012) werden beispielsweise die Zusammenhänge zwischen Führungsverantwortung, Arbeitsbedingungen und Gesundheit beleuchtet (Kapitel 3.7). Es wird deutlich, dass sowohl die fachlichen Anforderungen, als auch der Arbeitsdruck und das Stressempfinden für rund 50 Prozent der Führungskräfte in den vergangenen zwei Jahren zugenommen haben. Dabei fällt auf, dass die Anforderungen, insbesondere die Multitaskinganforderungen, mit zunehmender Personalverantwortung ansteigen. Während 56 Prozent der Befragten ohne Führungsverantwortung mehrere Aufgaben gleichzeitig bewältigen müssen, sind es bei den Führungskräften mit Verantwortung für mindestens zehn Beschäftigte 84 Prozent. Weitere Betrachtungsaspekte sind Handlungsspielraum von Beschäftigten und Führungskräften sowie Arbeitszufriedenheit, Arbeitsintensität und psychische wie physische Belastungen.

Den Bericht der Bundesregierung zum Berichtsjahr 2018 erhalten Sie hier: https://www.baua.de/DE/Angebote/Publikationen/Berichte/Suga-2018.pdf

Und bei iga?