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Aktuelle Trends

Die Veränderungen in der Arbeitswelt greift iga regelmäßig in eigenen Projekten zu Prävention und Gesundheitsförderung auf.

Unter "Aktuelle Trends" schaut iga über den eigenen Tellerrand und wirft einen gezielten Blick in die deutsche und internationale Forschungslandschaft zu Gesundheit und Arbeit. Interessante Statistiken und Forschungsergebnisse bereiten wir von Zeit zu Zeit an dieser Stelle für Sie auf.

Homeoffice und Produktivitätsgewinn: Trendzahl 45

Ein Mann arbeitet von Zuhause aus und bespricht ein Dokument am Telefon.
Foto: Adobe Stock, mavoimages

45 Prozent der befragten Betriebe sehen eine höhere Produktivität der Beschäftigten, als einen großen Vorteil von Homeoffice. Erschwerte Zusammenarbeit zwischen Beschäftigten, Datenschutzbedenken oder auch Erschwernisse bei der Führung, tragen dennoch oft dazu bei, dass in vielen Betrieben eine Anwesenheitskultur fest verankert ist bzw. bleibt, obwohl die Tätigkeiten Homeoffice zulassen würden.

Die Einschätzung der Betriebe spiegelt sich teils auch in den Erfahrungen der Beschäftigten wider. 56 Prozent der Beschäftigten, mit Homeoffice-Erfahrung, sind der Meinung, dass sie gewisse Tätigkeiten zu Hause besser erledigen können als im Büro. Während die Hälfte der Beschäftigten eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben als klaren Vorteil von Homeoffice sieht, berichten beinahe ebenso viele von Problemen bei der Trennung zwischen beidem. Dies ist für viele Beschäftigte ein wichtiger Grund, gar nicht erst zu Hause arbeiten zu wollen. Ein unerfüllter Homeoffice-Wunsch wirkt sich allerdings negativ auf die Arbeitszufriedenheit der Beschäftigten aus.

Anhand repräsentativer Befragungen untersucht das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) neben der Verbreitung auch verschiedene Vor- und Nachteile von Homeoffice aus Sicht der Betriebe und der Beschäftigten.

Die gesamten Ergebnisse der Untersuchung finden Sie unter: https://www.iab.de/194/section.aspx/Publikation/k190604j02

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Foto: Adobe Stock, ra2 studio

In einer aktuellen systematischen Übersichtsarbeit untersucht die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) die Wirkungen, Einflussfaktoren sowie Gestaltungsansätze für das mentale Abschalten von der Arbeit in der Ruhezeit. Ergebnisse zu den Wirkungen des mentalen Abschaltens zeigen, dass Beschäftigte, die besser von der Arbeit abschalten können, weniger negative Beanspruchungssymptome sowie weniger körperliche Beschwerden aufzeigen. Gleichzeitig berichten sie von einem intensiveren Erholungserleben, einem höheren Wohlbefinden, einer größeren Lebenszufriedenheit sowie einer verbesserten Aufgabenleistung. Die Studienlage zeigt, dass hohe Arbeitsanforderungen als auch das Erledigen von Arbeitsaufgaben während der Ruhezeit das Abschalten von der Arbeit beeinträchtigen. Soziale Unterstützung durch Kolleginnen und Kollegen sowie durch den oder die Vorgesetzte können hingegen dazu beitragen, dass Beschäftigte besser von der Arbeit abschalten können.

Darüber hinaus zeigt die Literaturstudie, dass verhaltensorientierte Interventionen wie Stress-, Erholungs- oder Achtsamkeitstrainings das mentale Abschalten von der Arbeit fördern können. Bislang liegen allerdings nur wenige verhältnisorientierte Interventionsstudien vor, sodass insbesondere in diesem Bereich Forschungsbedarf besteht.

Weitere Informationen und die ausführliche Studie erhalten Sie hier: https://www.baua.de/DE/Angebote/Publikationen/Aufsaetze/artikel2287.htm

Bei iga mehr erfahren zur Prävention psychischer Belastungen:

Farbige Buttons eines Media-Players.
Foto: Adobe Stock, Maksim Kostenko

Die globalisierte und digitale Arbeitswelt ermöglicht neue Geschäftsmodelle, bei denen Arbeitsaufträge über webbasierte Plattformen ausgelagert und vermittelt werden. Auch wenn sogenannte Cloud- oder Gigwork derzeit eher Randphänomene darstellen, so sind sich Expertinnen und Experten einig, dass die Zahl der digitalen Arbeiterinnen und Arbeiter langfristig steigen wird. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Untersuchung der Bertelsmann Stiftung.

Auf Grundlage quantitativer und qualitativer Befragungen beschäftigt sich die Studie intensiv mit der Kategorisierung der verschiedenen Formen digitaler, kommerziell genutzter Arbeits(platt)formen und versucht Chancen und Risiken für die Gesellschaft, Wirtschaft und die Politik sowie die Zukunft der Plattformarbeit aufzuzeigen. Auch Eigenschaften, Einstellungen und Motivation digitaler Plattformarbeiterinnen und -arbeiter fließen in die Untersuchung ein. Expertinnen und Experten sehen tendenziell mehr Vorteile als Nachteile bei der Entwicklung digitaler und hybrider Arbeitsformen. Dennoch betonen sie, dass die Politik langfristig mit entsprechenden regulatorischen Anpassungen vorbeugen muss, damit diese neuen Arbeitsformen nicht zur kapitalistischen Ausbeutung führen.

 

Weiterführende Informationen sowie die gesamten Ergebnisse der Studie finden Sie unter: https://www.bertelsmann-stiftung.de/fileadmin/files/BSt/Publikationen/GrauePublikationen/Plattform_07lay.pdf

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