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Aktuelle Trends

Die Veränderungen in der Arbeitswelt greift iga regelmäßig in eigenen Projekten zu Prävention und Gesundheitsförderung auf.

Unter „Aktuelle Trends“ schaut iga über den eigenen Tellerrand und wirft einen gezielten Blick in die deutsche und internationale Forschungslandschaft zu Gesundheit und Arbeit. Interessante Statistiken und Forschungsergebnisse bereiten wir von Zeit zu Zeit an dieser Stelle für Sie auf.

Homeoffice in Zeiten der Pandemie: Trendzahl 91

Ein Vater arbeitet von Zuhause aus. Im Vordergrund spielen die 2 Kinder..
Foto: Adobe Stock, len44ik

Die Befragung des Fraunhofer IAO unter rund 500 verantwortlichen Entscheiderinnen und Entscheidern gibt sehr aktuelle Einblicke zur Arbeitsorganisation während der Corona-Pandemie und dem Lockdown. Sie zeigt auf, welche Erfahrungen die Unternehmen mit flexiblen Arbeitszeiten und Orten gemacht haben und wie sie sich die zukünftige Gestaltung vorstellen. Dabei wird bereits von einem „New Normal“ gesprochen, welches dank der Erfahrungen aus der Krise Einzug in die deutschen Büros findet.

Gefragt nach den Veränderungen seit Beginn der Corona-Pandemie, antworteten Ende Mai Büroangestellte wie folgt: 91 Prozent leisteten mindestens die Hälfte ihrer Arbeit während dieser Zeit im Homeoffice bzw. mobil. Ein Großteil (70 %) hat die Arbeit sogar komplett nach Hause verlegt. Umso beeindruckender wird die Zahl, wenn man betrachtet, dass vor dem Pandemie-Ausbruch lediglich 17 Prozent der Betriebe für die meisten ihrer Beschäftigten Homeoffice ermöglichten.

Bezogen auf die Gesundheit beklagen knapp 10 Prozent, dass es häufig vorkommt, dass Arbeitslasten aufgrund verminderter Kontrollmöglichkeiten ungleich verteilt werden. Ebenfalls rund 10 Prozent berichteten, dass Beschäftigte häufig physische Schmerzen aufgrund der unzureichenden Ausstattung des Homeoffice verspüren. Weitere Punkte, die in einer hybriden und flexiblen Arbeitswelt berücksichtigt werden müssen, sind die Entgrenzung von Berufsleben und Privatleben, Kompetenzen für die Mediennutzung und das Führen auf Distanz sowie die Förderung informeller Strukturen und des Commitment zwischen den Teammitgliedern. Die Erfahrungen der Befragten hat deutlich gezeigt, dass eine gute Unternehmenskultur eine wesentliche Säule ist, Krisen zu bewältigen: Dieser Aussage stimmten 70 Prozent voll und ganz zu und weitere 23 Prozent stimmten ihr eher zu.

Die Studie finden Sie unter: http://publica.fraunhofer.de/documents/N-593445.html

Mehr zum Thema Homeoffice bei iga:

Ein Dachdecker auf dem Dach vermisst Dachlatten mit einem Zollstock.
Foto: Adobe Stock, contrastwerkstatt

Die Autorinnen der Broschüre zeigen, wie Handwerksunternehmen ihre Arbeitgeberattraktivität steigern können und damit den aktuellen Herausforderungen des demografischen Wandels, alternden Belegschaften und dem Fachkräftemangel begegnen können. Dabei spielen auch im Handwerk Themen wie Führungskultur, Work-Life-Balance und Gesundheit eine zentrale Rolle. Im Mittelpunkt stehen die Stärken kleiner und mittlerer Unternehmen wie z. B. flache Hierarchien, enge Beziehungen, kurze Wege oder soziale Verantwortung.

Anhand eines „Wunschzettels“ der Beschäftigten wurden Handlungskonzepte abgeleitet. Die Befragten aus Handwerksbetrieben legen demnach zwar auch Wert auf monetäre Anreize und eine faire Entlohnung, jedoch haben andere Aspekte deutlich mehr Gewicht. An erster Stelle stehen Arbeitsgestaltung und Organisation. Hierzu gehören interessante Aufgaben, transparente Organisation oder Einflussmöglichkeiten und auch Angebote zur Gesundheitsförderung. Dahinter reihen sich Führungsaspekte wie Anerkennung und Wertschätzung, Motivation und Handlungsspielräume ein. Zusätzlich sind den Beschäftigten die Art der Kommunikation, berufliche Perspektiven, das Image des Unternehmens, die Familienfreundlichkeit sowie eine sinnvolle Tätigkeit wichtig. Mehrere Best-Practice-Beispiele ergänzen die Erhebungen.

Die ausführliche Studie erhalten Sie hier: https://www.itb.de/files/content/itb/downloads/Publikationen/Brosch%C3%BCre-Arbeitgeberattraktivit%C3%A4t%20&%20Handwerk_web.pdf

Bei iga mehr erfahren zu den Besonderheiten kleiner und mittlerer Unternehmen:

Zwei Arbeiterinnen stehen am Fließband in einer Schokoladenfabrik.
Foto: Adobe Stock, Industrieblick

Rund 5,2 Millionen Erwerbstätige in Deutschland gehen der Einfacharbeit oder Basicwork nach. Das ist fast jede fünfte erwerbstätige Person. Häufig sind dies Frauen, Personen mit Migrationshintergrund und ältere Beschäftigte, die sich in unsicheren Arbeitsverhältnissen befinden. Unter Einfacharbeit versteht man Tätigkeiten, für die kein Bildungsabschluss notwendig ist, sondern die vor Ort im Betrieb angelernt werden.

Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) und die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) haben diese Gruppe erstmals eingehender analysiert. Nicht nur die Beschäftigungs- und Einkommensverhältnisse sind unterdurchschnittlich auch physische und psychische Belastungen sind weit verbreitet. Mehr als 60 Prozent der Beschäftigten in Einfacharbeit haben es mit sehr monotonen Tätigkeiten zu tun, bei denen die Arbeitsschritte bis in die Einzelheiten permanent wiederholt werden. Somit besteht weder Handlungs- noch Entscheidungsspielraum. Damit gehen hohe physische Gesundheitsrisiken sowie die Gefahr psychischer Fehlbelastung einher. Hinzu kommt, dass Beschäftigte in Einfacharbeit bei Fort- und Weiterbildungen oftmals nicht berücksichtigt werden, obwohl sich viele bei ihrer Tätigkeit unterfordert fühlen.

 

Weitere Informationen und die ausführliche Studie erhalten Sie hier: https://www.bibb.de/veroeffentlichungen/de/publication/show/16577

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