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Aktuelle Trends

Die Veränderungen in der Arbeitswelt greift iga regelmäßig in eigenen Projekten zu Prävention und Gesundheitsförderung auf.

Unter "Aktuelle Trends" schaut iga über den eigenen Tellerrand hinaus und wirft einen gezielten Blick in die nationale und internationale Forschungslandschaft zu Gesundheit und Arbeit. Interessante Statistiken und Forschungsergebnisse bereiten wir von Zeit zu Zeit an dieser Stelle für Sie auf.

Trendzahl: 19,4

Foto: Adobe Stock, assistant

Durch die älter werdende Belegschaften und den Fachkräftemangel gewinnt die Jobfitness zunehmend an Bedeutung. Attraktive Arbeitsbedingungen werden immer wichtiger, denn nur mit Beschäftigten, die sich wohl fühlen, die gesund, zufrieden und engagiert sind, können Wettbewerbsvorteile erreicht werden. Die aktuelle Trendzahl zeigt: 19,4 Prozent der kleinen und mittleren Unternehmen beschäftigten eine hauptamtliche Fachkraft für die betriebliche Gesundheitsförderung. Somit hat rund jedes fünfte kleine und mittlere Unternehmen (KMU) eine verantwortliche Person für gesundheitsförderliche Maßnahmen direkt im Haus. Gleichzeitig macht die Zahl deutlich, dass der Großteil der kleinen und mittleren Betriebe niemanden hat, der sich hauptamtlich für mehr Gesundheit im Betrieb einsetzt. Bei Großunternehmen liegt die entsprechende Quote bei 61,8 Prozent. 

Gesundheitsförderung ist für viele KMU nach wie vor schwer umsetzbar, da oft personelle und finanzielle Ressourcen und das Tagesgeschäft strategische und systematische BGF-Ansätze überlagern. Obwohl das Präventionsgesetz die Betriebliche Gesundheitsförderung stärkt und Krankenkassen sowie Unfallversicherungen in die Pflicht nimmt, ihre Bemühungen um die KMU zu verstärken, sind die Unterstützungsmöglichkeiten vielen Betrieben nicht bekannt und bleiben ungenutzt. Dabei ist es im Zuge des demografischen Wandels gerade für KMU von Bedeutung, Fachkräfte zu gewinnen, zu binden und deren Wohlbefinden und Gesundheit zu fördern. Denn im Arbeitsmarkt befinden sie sich in direkter Konkurrenz zu den Großunternehmen. Gesundheitsförderung steigert die Arbeitgeberattraktivität und sichert Wettbewerbsvorteile. 

Die ausführliche Studie erhalten Sie hier:
https://gesundearbeit-mega.de/sites/gesundearbeit-mega.de/files/u8/bedarfe_hr-_und_gesundheitsmanagement_arbeit_4.0_langfassung.pdf

Mehr zum Thema Hürden für Betriebliche Gesundheitsförderung:

Foto: Adobe Stock, monkeybusiness

Bereits die vergangenen iga.Trends haben Ergebnisse aus dem Projekt „Produktionsarbeit in Zeiten von Industrie 4.0“ des Instituts für Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen aufgegriffen. Der Schwerpunkt lag da noch auf der Frage, wie gut sich Verantwortliche und Beschäftigte mit der gesundheitsgerechten Arbeitsgestaltung auskennen. Das Forscherteam des IAQ ist nun der Fragestellung des gesundheitsförderlichen Gestaltungspotenziales der Arbeit nachgegangen. Dabei werden die Perspektiven und die Gestaltungskompetenzen der Beschäftigten, der Arbeitsschutzfachkräfte sowie der Geschäftsführung und Vorgesetzten differenziert voneinander betrachtet. Die Studie unterscheidet zwischen Anlerntätigkeiten, Facharbeiterinnen bzw. Facharbeitern in der Produktion sowie produktionsnaher Wissensarbeit.

Bei den Anlerntätigkeiten wird die Einführung neuer Steuerungssysteme von vielen Beschäftigten als belastend empfunden. Die Facharbeiterinnen und Facharbeiter verfügen über mehr Zeitspielräume durch die Einführung digitaler Systeme, jedoch stieg gleichzeitig die Anzahl neuer Arbeitsaufgaben, so dass ein möglicher Entlastungseffekt gar nicht erst eingetreten ist. Die Beschäftigten selbst sehen Gestaltungspotentiale für gesundheitsförderliche Arbeitsbedingungen im Bereich der Führung. Entscheidend dafür sind die Arbeitsgestaltungskompetenzen der Vorgesetzten und der Arbeitsschutzfachkräfte. In der produktionsnahen Wissensarbeit werden Entlastungspotenziale durch ineffiziente Kommunikationsmethoden, durch unzulängliche Einarbeitungen und zu eng getaktete Termine sowie eine gering bemessene Personaldecke aufgezehrt. Hinter den Belastungen verbergen sich Gestaltungspotentiale für Gesundheitsressourcen, die allerdings nicht genutzt werden, da sie einerseits nicht immer offensichtlich als potentielle Ressource erkannt werden und andererseits klare Regelungen fehlen. So ermöglicht die digitale Produktionssteuerung den Beschäftigten beispielsweise die Möglichkeit Kurzpausen einzulegen, die körperlich und psychisch entlasten. Dies wird aber nicht oder nur heimlich genutzt, da es keine betriebliche Absprache dazu gibt.

Den Report finden Sie unter:
http://www.iaq.uni-due.de/iaq-report/2018/report2018-04.pdf

Bei iga mehr erfahren zu Innovation, Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit:

Foto: Adobe Stock, everythingpossible

Das Institut für Mittelstandsforschung (IfM) hat in einer Langzeitstudie 800 kleine und mittlere Unternehmen aller Branchen zu Informationsstand und Handlungsstrategien im Umgang mit dem demografischen Wandel untersucht. Gegenüber 2007 ist vielen Unternehmen bewusst, dass die Erwerbsbevölkerung älter wird und sich gleichzeitig das Arbeitskräfteangebot verknappt. Ein entscheidender Einflussfaktor auf das Arbeitskräfteangebot sind die jeweiligen regionalen Voraussetzungen. Befindet sich das Unternehmen in einer struktur- und wachstumsschwachen Region ist z. B. der Fachkräftemangel spürbarer, als in zentralen Wachstumsregionen und Metropolregionen. Insgesamt haben sich die Aktivitäten der Unternehmen um die Arbeits- und Leistungsfähigkeit der Belegschaft zu fördern in den vergangenen 10 Jahren verdoppelt. Sie reichen von größerer Wertschätzung älterer Beschäftigter, gesundheitsförderlichen Maßnahmen, Berücksichtigung der Interessen der Beschäftigten bei der Arbeitszeitgestaltung bis hin zu Qualifizierungsmaßnahmen, speziell für die Älteren im Unternehmen.  

Die weitere Entwicklung auf das Arbeitskräfteangebot ist zusätzlich geprägt durch die digitale Transformation, den gesellschaftlichen Werte- und Kulturwandel, die Globalisierung und die Diversifikation, indem neue Zielgruppen bei den Arbeitskräften, z. B. Zugewanderte, zu gewinnen sind.

Die ausführliche Studie erhalten Sie hier:
https://www.ifm-bonn.org//uploads/tx_ifmstudies/IfM-Materialien-269_2018.pdf

Ausgewählte iga.Veröffentlichungen zum Thema Arbeitskräftesicherung: