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Nudging im Unternehmen

Titelbild des iga.Reports 38: Eine Hand stellt die Weiche auf einer Holzeisenbahn.
Foto: Adobe Stock, Sebastian

Den Weg für gesunde Entscheidungen bereiten

Freie und rationale Entscheidungen zu treffen, diese Eigenschaft wird dem Menschen zugeschrieben. Verhaltensökonomische Studien zeigen jedoch, dass wir uns häufig nicht nur irrational, sondern auch entgegen den eigenen Interessen verhalten. Vor allem die vielen alltäglichen Entscheidungen werden häufig unbewusst oder nach simplen Faustregeln getroffen.

2008 veröffentlichten Richard H. Thaler und Cass R. Sunstein ihr Buch „Nudge: improving decisions about health, wealth, and happiness“. Sie beschreiben darin, wie Nudges (dt. sanfte Stupser), den Menschen helfen können, „bessere“ Entscheidungen zu treffen, ohne sie zu bevormunden. Dabei wird die Umgebung, in der eine Entscheidung getroffen wird, so gestaltet, dass die Wahl der erwünschten Option mit weniger Mühe verbunden ist und somit leichter fällt. Nudging kam bislang überwiegend im Marketing zum Einsatz, um Menschen in ihrem Konsumverhalten zu beeinflussen. Aber auch in der Verbraucher- und Umweltpolitik wurde das Konzept bereits erfolgreich angewendet.

Gesundheitsförderung und Prävention im Betrieb sind weitere potenzielle Handlungsfelder. Mit Nudging könnte gesünderes und sicherheitsbewusstes Verhalten in der Arbeitsumgebung unterstützt werden. Die Autorinnen des iga.Reports 38 loten die Chancen von Nudging für die Prävention und betriebliche Gesundheitsförderung aus und stellen Tipps, Checklisten und Fallbeispiele zum Ausprobieren im Unternehmen vor. Sie setzen sich aber auch kritisch mit dem Konzept auseinander und haben Kriterien für den Einsatz ethisch vertretbarer Nudges zusammengestellt.