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iga.Umfrage zeigt: Flexible Arbeitszeiten besser für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie als Teilzeit

Gemeinsame Pressemitteilung von BKK Dachverband e. V. (BKK DV), Deutscher Gesetzlicher Unfallversicherung (DGUV), AOK-Bundesverband (AOK-BV) und Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) vom 13. Dezember 2017

Flexible Arbeitszeiten fördern offenbar die Vereinbarkeit von Beruf und Familie besser als Teilzeit. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage der Initiative Gesundheit und Arbeit (iga) unter 2.000 Angestellten, Beamten und Selbstständigen im Alter von 18 bis 69 Jahren. Demnach sagen 64 Prozent der Erwerbstätigen mit flexiblen Arbeitszeiten, Berufliches und Privates „eher miteinander vereinbaren“ zu können. Ohne Möglichkeiten der flexiblen Arbeitszeitgestaltung sind es bei Vollzeitbeschäftigten nur 45 Prozent, und selbst bei Teilzeitbeschäftigung ist der Anteil nur minimal höher (47 Prozent).

Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass eine gute Vereinbarkeit von Arbeit und Familienleben zur Gesundheit von Beschäftigten beitragen kann, so Ruhezeiten eingehalten und Arbeitszeiten von mehr als acht Stunden täglich nicht regelmäßig überschritten werden. Ein Blick in die einzelnen Branchen offenbart deutliche Unterschiede bei der Flexibilisierung von Arbeitszeit. Während beispielweise im Finanz- oder Versicherungssektor (75 Prozent) sowie in der öffentlichen Verwaltung (74 Prozent) der Befragten flexible Arbeitszeitoptionen zur Verfügung stehen, sieht es im Gesundheits- und Sozialwesen (35 Prozent), im Bildungsbereich (33 Prozent) sowie im Hotel- und Gastgewerbe (30 Prozent) ganz anders aus. Mit großem Abstand am weitesten Verbreitung finden zur Flexibilisierung der Arbeitszeit laut der Studie Gleitzeitmodelle, während Vertrauensarbeitszeit und Homeoffice deutlich seltener zur Anwendung kommen.

Das iga.Barometer wird alle drei Jahre erhoben. 2016 wurde es erstmals per Online-Befragung durchgeführt. Damit reagiert die Initiative Gesundheit und Arbeit auf die zunehmende Verbreitung digitaler Geräte. Zudem ist die Bereitschaft zur Teilnahme an Online-Umfragen inzwischen höher als bei telefonischen Befragungen.

Die Ergebnisse des iga.Barometers (5. Welle) sind im aktuellen iga.Report 36 veröffentlicht. Sie stehen im Internet kostenlos zum Download bereit: https://www.iga-info.de/veroeffentlichungen/igareporte/igareport-36/


Pressekontakt

Michael Bernatek, AOK Bundesverband • Tel: 030/34646-2655 • E-Mail: michael.bernatek@remove-this.bv.aok.de

Tobias Kurfer, Verband der Ersatzkassen e. V. • Tel: 030/26931-1270 • E-Mail: tobias.kurfer@remove-this.vdek.com

Stefan Boltz, Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung • Tel: 030/13001-1410 • E-Mail: stefan.boltz@remove-this.dguv.de

Andrea Röder, BKK Dachverband e.V. • Tel: 030/2700406-302 • E-Mail: andrea.roeder@remove-this.bkk-dv.de


Initiative Gesundheit und Arbeit

In der Initiative Gesundheit und Arbeit (iga) arbeiten gesetzliche Kranken- und Unfallversicherung zusammen. Ziel der Initiative ist es, arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren durch Arbeitsschutz und betriebliche Gesundheitsförderung vorzubeugen. iga ist eine Kooperation von BKK Dachverband e. V., der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV), dem AOK-Bundesverband und dem Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek). www.iga-info.de