Vier Verbände der gesetzlichen Kranken- und Unfallversicherung verfolgen in der Initiative Gesundheit und Arbeit (iga) ein gemeinsames Ziel: die Gesundheit im Arbeitsleben fördern, indem sie Prävention weiterdenken. "Weiterdenken" bedeutet zum einen, das Wissen und die Erfahrungen zweier Zweige der Sozialversicherung zu nutzen. Zum anderen heißt es, in die Zukunft gerichtet zu denken und Maßnahmen des Arbeitsschutzes und der betrieblichen Gesundheitsförderung weiterzuentwickeln.
BKK Bundesverband, Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung, AOK-Bundesverband und der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) kooperieren daher in iga-Projekten in den vier Themenfeldern Wirksamkeit von Prävention, Arbeit im Wandel, Gestaltung gesunder Arbeit und Präventionsziele. Die drei zentralen Fragen dabei sind: Wie muss Arbeit gestaltet sein, damit die Beschäftigten gesund bleiben? Wie kann Prävention noch wirksamer werden? Und wie bringt man sie noch besser zu den Zielgruppen in die Unternehmen?
In der iga.aktuell haben wir neben dem Dresdner Gespräch Gesundheit und Arbeit 2011 zu zielgruppengerechter Konzeption und Vermarktung von Präventionsmaßnahmen auch den 4. iga-Expertendialog für Sie zusammengefasst. Dieser widmete sich dem Thema "Psychisch erkrankte Mitarbeiter im Betrieb erkennen und Führungsverantwortung zeigen".
Darüber hinaus interviewten wir Dr. Wolfgang Bödeker zum iga-Report 22, einer Synopse die arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren und Berufe mit hoher Krankheitslast zusammen betrachtet.
Am 17. und 18. November 2011 fand das Dresdner Gespräch Gesundheit und Arbeit 2011 statt. 90 Präventionsexperten aus Unfall- und Krankenversicherung, aus Unternehmen und von Anbietern diskutierten, besprachen sich, tauschten sich aus und inspirierten sich gegenseitig zum Thema "Wurm sucht Fisch - Prävention und betriebliche Gesundheitsförderung, bei der die Zielgruppe anbeißt". Die Veranstaltung ist nun dokumentiert.
Der iga-Report 22 stellt Berufsgruppen mit hoher Krankheitslast aus Arbeitsunfähigkeit durch Erkrankung und Arbeitsunfälle den Berufsgruppen gegenüber, in denen bestimmte wissenschaftlich gesicherte Risikofaktoren gehäuft vorkommen. Daraus entsteht ein Bild von Berufsbildern mit hohem Präventionsbedarf.
Bei Männern sind es zum Beispiel Maschinisten sowie die Keramik- und Glasberufe, bei denen die Risikofaktoren besonders häufig vorkommen. Bei Frauen sind die Gesundheitsdienstberufe, die Hoch- und Tiefbauberufe sowie die Hilfsarbeiterberufe stark betroffen.
Bei der Krankheitslast sind bei Männern zudem die Ordnungs- und Sicherheitsberufe sowie die Berufe in der Landwirtschaft auffällig. Bei Frauen gilt dies für die Textil- und Bekleidungsberufe, die Malerberufe sowie die Berufe in der Papierherstellung.
iga hat zum 4. iga-Expertendialog zwei Fachleute des Centrums für Disease Management an der Technischen Universität München eingeladen: Dr. Werner Kissling und Dr. Rosmarie Mendel. Sie stellten ihre Erfahrungen zum Thema "Psychisch erkrankte Mitarbeiter im Betrieb erkennen und Führungsverantwortung zeigen" vor. Anschließend diskutierten sie mit Präventionsexperten, wie Unfall- und Krankenversicherung das Thema noch besser in den Unternehmen vermitteln können. Die wichtigsten Aspekte des iga-Expertendialogs haben wir für Sie zusammengefasst.
Wie kleine und mittlere Unternehmen das Betriebliche Gesundheitsmanagement für sich nutzen, zeigt anhand von drei Beispielen ein neues iga-Video.
In unserem neuen Video erklären Experten das Haus der Arbeitsfähigkeit und wie das Modell zum Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit beitragen kann. Ein weiterer Aspekt sind altersgemischte Teams, die im iga-Barometer stärker beleuchtet wurden.
Meine Arbeit hält mich fit, gibt mir Anerkennung - das wurde von den 2.000 Befragten des iga-Barometers auch 2010 wieder bestätigt. Einige Abstufungen gibt es bei anderen "Sonntagsfragen" wie beim Arbeiten bis 65 und dem Verhältnis von Beruf und Privatleben.
Für den Sonderteil wurde diesmal das Thema "Das Miteinander der Generationen am Arbeitsplatz" auserkoren, das auch in einer Pressemitteilung aufgegriffen wurde. Hier lassen sich aus den Ergebnissen interessante Rückschlüsse ziehen, wie sich das Arbeitsleben altersgerechter gestalten lässt, um die Leistungsfähigkeit und die Motivation aller Mitarbeiter zu fördern.
iga arbeitet zu gesunder Arbeit - Prävention am Arbeitsplatz - Betrieblicher Gesundheitsförderung bzw. Betrieblichem Gesundheitsmanagement - Arbeitsschutz.
Vertieft bearbeitet werden die vier Themenfelder
Wirksamkeit von Prävention:
gesundheitlicher Nutzen von Prävention - Wirtschaftlichkeit und ökonomische Aspekte von Prävention sowie
wirkungsvolle Vermittlung von Prävention - zielgruppenspezifische Kommunikation
Arbeit im Wandel:
Demografie - alternde Belegschaften - alternsgerechte Arbeitsgestaltung - Beschäftigungsfähigkeit sowie
Strukturwandel in der Arbeitswelt und veränderte Arbeitsbedingungen - psychische Belastungen
Gestaltung gesunder Arbeit:
besonderer Präventionsbedarf von Berufsgruppen - älterer und junger Arbeitnehmer - Migrationshintergrund - Leistungsgewandelte - mobile Beschäftigte sowie
stärkere Verbreitung von Prävention und gesunder Arbeit - Vernetzung von Präventionsexperten
1. der neue iga-Webshop
2. Materialsammlung zum Betrieblichen Eingliederungsmanagement
3. iga-Reporte
1. iga-Report 22 zu "Arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren und Berufe mit hoher Krankheitslast in Deutschland"
2. Unterrichtsmaterial zu Wanderausstellung "Achtung in der Schule"
3. iga-Report 13: Wirksamkeit und Nutzen von betrieblicher Gesundheitsförderung und Prävention"
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