Vier Verbände der gesetzlichen Kranken- und Unfallversicherung verfolgen in der Initiative Gesundheit und Arbeit (iga) ein gemeinsames Ziel: die Gesundheit im Arbeitsleben fördern, indem sie Prävention weiterdenken. "Weiterdenken" bedeutet zum einen, das Wissen und die Erfahrungen zweier Zweige der Sozialversicherung zu nutzen. Zum anderen heißt es, in die Zukunft gerichtet zu denken und Maßnahmen des Arbeitsschutzes und der betrieblichen Gesundheitsförderung weiterzuentwickeln.
BKK Bundesverband, Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung, AOK-Bundesverband und der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) kooperieren daher in iga-Projekten in den vier Themenfeldern Wirksamkeit von Prävention, Arbeit im Wandel, Gestaltung gesunder Arbeit und Präventionsziele. Die drei zentralen Fragen dabei sind: Wie muss Arbeit gestaltet sein, damit die Beschäftigten gesund bleiben? Wie kann Prävention noch wirksamer werden? Und wie bringt man sie noch besser zu den Zielgruppen in die Unternehmen?

5. DNBGF Konferenz "Gesunde Beschäftigte - Gesunde Betriebe - Gesunde Gesellschaft" am 4. und 5. Juni 2013 in Bonn
Informationen zu Programm und Anmeldung finden Sie unter www.dnbgf.de.

Stress durch Multitasking, Zeitdruck und Störungen bei der Arbeit ist für viele Unternehmen ein Problem. So mancher Betrieb hat sich daher das Ziel gesetzt, etwas für die Prävention psychischer Belastungen bei der Arbeit zu tun. Hilfestellung dabei bietet eine neue Wanderausstellung der Initiative Gesundheit und Arbeit (iga).
Unter dem Titel „Für unsere Arbeit brauchen wir…“ regt die Ausstellung Beschäftigte und Arbeitgeber dazu an, sich mit dem Thema Stress auseinanderzusetzen und individuelle Handlungsoptionen zu entdecken. Ausgehend von einem zentralen Wegweiser illustrieren sechs Schautafeln, was den Arbeitsalltag beeinflusst, zum Beispiel ein gutes Team, klare Aufgabenstellungen oder persönliche Wertschätzung. Praxisbeispiele sowie Zitate – aus extra zu diesem Thema geführten Interviews – machen die Ausstellung lebendig. In Aktionsnischen zwischen den Tafeln können die Betrachter sich dem Thema aktiv und spielerisch nähern und zudem Ideen einbringen, wie Stress in ihrem Alltag verringert werden könnte.
Die Ausstellung ist seit dem 13. März 2013 bei iga erhältlich. Die Buchung ist kostenlos. Der Ausleiher muss nur die Transportkosten übernehmen. Zusätzlich steht Begleitmaterial mit Hintergrundinformationen bereit.
Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.für-unsere-arbeit.de.
Auf dem 9. iga-Kolloquium am 11. und 12. März 2013 wurden die Themen alterns- sowie gesundheitsgerechte Führung und Werte in den Unternehmen in den Mittelpunkt gerückt. Damit knüpfte die Veranstaltung an das Thema "Haus der Arbeitsfähigkeit" der vergangenen Veranstaltung an und vertiefte dabei zwei Aspekte.
135 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Unternehmen sowie der gesetzlichen Kranken- und Unfallversicherung tauschten sich aus, wie eine gesundheits- und alternsgerechte Führung aussehen und unterstützt werden kann. Die Rolle der Führungskräfte stand dabei im Fokus, aber auch die in der Organisation gelebten Werte und der Beitrag der Mitarbeitenden wurden in den Blick genommen. Die Teilnehmer lernten Möglichkeiten kennen, um eine Kultur von Gesundheit und Wertschätzung im Betrieb voran zu bringen. Darüber hinaus wurden konkrete Instrumente und Maßnahmen z. B. zur Führungskräfteentwicklung oder zum Führen von altersgemischten Teams vorgestellt
In der neuesten Ausgabe der iga.aktuell wird aufgezeigt, wie Unternehmen bei betrieblichen Veränderungen die Beschäftigten mitnehmen und welche Handlungsmöglichkeiten für eine gesundheitsverträgliche Gestaltung bestehen. Ein weiteres Thema: Wie können Führungskräfte mit den Folgen des demografischen Wandels umgehen? Ein Seminar der iga vermittelt den Führungskräften das dazu benötigte Wissen und Kompetenzen. Ein weiterer Beitrag von iga zeigt erste Ergebnisse aus einer Zusammenschau von deutschsprachigen Erwerbstätigenbefragungen.
Die demografische Entwicklung und ihre Herausforderungen sind inzwischen überall in Deutschland bekannt: Das seit geraumer Zeit beschriebene "doppelte demografische Dilema" aus Facharbeitermangel und älteren Belegschaften wirkt sich auf die Produktivität und Wettbewerbsposition aus. In den iga.Fakten 5 werden Demografie-Instrumente dargestellt und mit zentralen Zugangsfeldern im Betrieb verknüpft.
Die Arbeitswelt wandelt sich ständig und mit zunehmender Geschwindigkeit. Restrukturierungsprozesse sind dabei ein wesentlicher Bestandteil und gehören zum Alltag der Unternehmen und Beschäftigten. Was genau umfaßt der Begriff Restrukturierung und welche Chancen und Risiken sind damit verbunden? In den iga Fakten 4 werden die Treiber und Ziele des Wandels aufgeführt, die gesundheitlichen Auswirkungen sowie die präventiven Handlungsfelder gezeigt.
Von der ersten Idee, ein betrieblich organisiertes Sportprogramm auf die Beine zu stellen, bis zu einem gut laufenden "Unternehmen in Bewegung" sind einige Schritte zu gehen. Damit die Beteiligten wissen, welche Aufgaben, Entscheidungen und Herausforderungen auf sie zukommen, hat iga die wichtigsten Informationen in einer kleinen Broschüre zusammengetragen. Auch Argumente für Betriebssport wurden zusammengetragen. Checklisten helfen darüber hinaus, die eigenen Aktivitäten zu überprüfen.
iga arbeitet zu gesunder Arbeit - Prävention am Arbeitsplatz - Betrieblicher Gesundheitsförderung bzw. Betrieblichem Gesundheitsmanagement - Arbeitsschutz.
Vertieft bearbeitet werden die vier Themenfelder
Wirksamkeit von Prävention:
gesundheitlicher Nutzen von Prävention - Wirtschaftlichkeit und ökonomische Aspekte von Prävention sowie
wirkungsvolle Vermittlung von Prävention - zielgruppenspezifische Kommunikation
Arbeit im Wandel:
Demografie - alternde Belegschaften - alternsgerechte Arbeitsgestaltung - Beschäftigungsfähigkeit sowie
Strukturwandel in der Arbeitswelt und veränderte Arbeitsbedingungen - psychische Belastungen
Gestaltung gesunder Arbeit:
besonderer Präventionsbedarf von Berufsgruppen - älterer und junger Arbeitnehmer - Migrationshintergrund - Leistungsgewandelte - mobile Beschäftigte sowie
stärkere Verbreitung von Prävention und gesunder Arbeit - Vernetzung von Präventionsexperten
Wir freuen uns über Ihre Rückmeldung zur iga-Internetseite und den Informationsmaterialien.