In diesem Themenfeld geht iga der Frage nach, wie Arbeit gestaltet sein sollte, damit die Beschäftigten gesund bleiben. iga widmet sich dabei vor allem Beschäftigtengruppen oder Branchen, bei denen besonderer Präventionsbedarf besteht. Außerdem fördert iga mit verschiedenen Projekten die Verbreitung von Prävention.
2012 bearbeiten die vier iga-Verbände in diesem Themenfeld die folgenden Projekte:
Berufsbedingte räumliche Mobilität und Gesundheit
Präventionsexperten aus Unfall- und Krankenversicherung hatten in einem Workshop Bedarf für konkrete Ansatzpunkte zum Umgang mit räumlicher Mobilität in Unternehmen benannt (siehe auch 3. iga-Expertendialog). Wichtig war ihnen dabei, dass Mobilität kein eigenständiges Präventionsthema mit neuen Instrumenten wird, sondern dass das Thema in bestehende Ansätze und Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung integriert werden kann.
Daher wird derzeit ein Zusatzmodul für Mitarbeiterbefragungen entwickelt. Außerdem soll ein beispielhafter Gesundheitstag zum Thema Mobilität konzipiert werden. Zusätzlich gibt es Hintergrundinformationen in Form von iga-Fakten.
Deutsches Netzwerk für betriebliche Gesundheitsförderung (DNBGF)
Das DNBGF ist das größte deutsche Netzwerk zur betrieblichen Gesundheitsförderung. In sechs Foren gegliedert bietet es Veranstaltungen, Veröffentlichungen und die Möglichkeit zum Austausch mit anderen Präventionsakteuren. Ziel ist die Vernetzung der Akteure und die Verbreitung der betrieblichen Gesundheitsförderung in Deutschland.
Wanderausstellung "Achtung in der Schule"
Die Wanderausstellung "Achtung in der Schule" zur Prävention von Gewalt tourt seit mehr als drei Jahren durch Schulen, steht bei Vereinen oder in Kinder- und Jugendzentren. Sie kann auch 2012 als Roll-ups entliehen oder Plakatversion erworben werden. Die „große“ Ausstellung wird zu Christi Himmelfahrt beim Katholikentag zu sehen sein.
Konzeption einer neuen Wanderausstellung
Unternehmen, Initiativen, Krankenkassen und Unfallversicherungsträger sollen ab 2013 eine neue Wanderausstellung ausleihen können. Das Thema und die zentralen Inhalte wurden festgelegt und ein grafischer Vorschlag ausgewählt. Schwerpunkt der Ausstellung soll die Gestaltung der Arbeit sein, um Stress zu vermeiden. Thematisiert werden dabei neben vielen anderen Aspekten wie dem Betriebsklima oder der Führung auch psychische und physische Ressourcen der Beschäftigten, die die Gesundheit stärken.
2012 geht es um die konkrete Umsetzung in Text und Bild. Auch das Begleitmaterial muss erarbeitet werden. Die Ausstellung soll beim 9. iga-Kolloquium am 11. und 12.03.2013 eingeweiht werden.
Work-Life-Balance
Das Konzept Work-Life-Balance stellt die Ausgewogenheit verschiedener Lebensbereiche, etwa Erwerbsarbeit, Familienleben und Erholung, in den Mittelpunkt. Diese Lebensbereiche sind bei weiblichen und männlichen Beschäftigten in verschiedenen Lebenssituationen unterschiedlich ausgeprägt.
Im Projekt soll beschrieben werden, wie eine ganzheitliche, beteiligungsorientierte Unternehmenskultur aussehen kann, die diese Ausprägungen und die damit verbundenen Bedarfe aufgreift. Es soll recherchiert werden, welche Instrumente und Maßnahmen bereits existieren und eingesetzt werden. Die Ergebnisse werden in einer Bestandsaufnahme zusammengefasst.
Fördernde und hemmende Faktoren bei der Einstellung oder Beschäftigung von Menschen mit Behinderung
Menschen mit Behinderungen haben eine sehr viel geringere Erwerbsbeteiligung als Menschen ohne Behinderung. Im Projekt werden Faktoren analysiert, die diese Erwerbsbeteiligung unterstützen bzw. verhindern. Aufbauend auf den Ergebnissen der Literaturanalyse werden dann die weiteren Projektschritte entwickelt.
Dresdner Gespräch Gesundheit und Arbeit
Im Zentrum der Veranstaltungsreihe "Dresdner Gespräch Gesundheit und Arbeit" stehen Gespräche und der Austausch von Erfahrungen, Sichtweisen und Lösungen der Teilnehmer. Für 2013 soll ein neues Thema gefunden und erste Schwerpunkte recherchiert werden.
Praxis und Innovationen zur Erhaltung, Stärkung und Wiederherstellung der Erwerbsfähigkeit
Das Projekt soll nach langjähriger Erfahrung mit dem Betrieblichen Eingliederungsmanagement erheben, wie die Umsetzung der zahlreich vorhandenen Handlungsempfehlungen in der Praxis konkret erfolgt und wie hoch Verbreitungsgrad und Akzeptanz sind. Darüber hinaus soll herausgearbeitet werden, welche Ansätze innovativ und Erfolg versprechend sind, welche Akteure wie zusammenarbeiten und welche Erfolgsfaktoren aus Sicht der beteiligten Akteure bestehen.
zur Auswahl abgeschlossener Veröffentlichungen und Veranstaltungen
Wir berichten in unserem Newsletter unter anderem über aktuelle iga-Veröffentlichungen und stellen die neue Seminarreihe "Gesundheits- und alternsgerecht führen" vor.
betrachten unter dem Titel "Restrukturierung" Veränderungsprozesse im Unternehmen und deren Auswirkungen. Es werden Empfehlungen für eine mitarbeiterorientierte Gestaltung des betrieblichen Wandels gegeben.
stellt in Form einer Synopse Berufe mit einer Vielzahl an Risikofaktoren im Sinne von arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren den Berufen gegenüber, die von einer großen Krankheitslast gekennzeichnet sind.