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Psychische Belastung in der Arbeitswelt

Titelbild des iga.Reports 32: Der rote Mantel eines Stahlseils wird von einem Holzbalken aufgerieben. Durch die Belastung wird der Stahlkern sichtbar.

Bereits der vorangegangene iga.Report 31 widmete sich dem Themenkomplex „Psyche und Gesundheit“. Die Forschungsarbeit untersuchte vor allem, welche psychischen Belastungen bei der Arbeit gesundheitsgefährdend sein können und ging somit der Frage nach, welche Belastungen überhaupt als sogenannte „psychische Fehlbelastungen“ einzustufen sind. Die dabei identifizierten Risikofaktoren geben Hinweise, welche Arbeitsbelastungen in Gefährdungsbeurteilungen berücksichtigt werden sollten. Die Befunde im iga.Report 32 „Psychische Belastungen in der Arbeitswelt“ ergänzen diese Erkenntnisse über psychische Fehlbelastungen am Arbeitsplatz um deren mögliche Folgen für die Gesundheit und Leistungsfähigkeit. Ziel dieser Literaturanalyse war, die Vielfältigkeit der möglichen Belastungsfolgen darzustellen. Hierfür wurden knapp 100 wissenschaftliche Artikel ausgewertet.

Insgesamt ergab die Analyse, dass einige gesundheitliche Probleme nachweislich durch psychische Fehlbelastungen bei der Arbeit mitverursacht werden. Hierzu gehören muskulo-skelettale Beschwerden, kardiovaskuläre Erkrankungen, Depression und Angst. Weitere untersuchte Merkmale wie das Immunsystem, der Schlaf, die körperliche Aktivität und das allgemeine Wohlbefinden werden durch psychische Fehlbelastungen wahrscheinlich ebenfalls direkt beeinträchtigt. Bei anderen recherchierten Aspekten fanden sich jedoch meist nur Korrelationen – also Zusammenhänge – mit psychischen Fehlbelastungen.

Die Befunde verdeutlichen, wie vielfältig und komplex die Belastungsfolgen sein können und dass psychische Belastungen bei der Arbeitsgestaltung berücksichtigt werden sollten, um Gesundheitsrisiken und Leistungseinbußen zu vermeiden.