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Emotionsregulation in der Arbeit am Beispiel Rettungsdienst

Titelbild des iga.Reports 37: Ein Rettungssanitäter am Unfallort bewegt sich auf einen Rettungswagen zu.
Foto: Adobe Stock, chalabala

Die Kompetenz, mit Stress umzugehen und Gefühle zu regulieren, ist besonders bedeutsam für Berufsgruppen, die bei der Arbeit hohen emotionalen Belastungen ausgesetzt sind. Zu einer solchen Berufsgruppe gehören u. a. die Beschäftigten bei Rettungsdiensten. Wissenschaftliche Ergebnisse belegen, dass Defizite im Umgang mit problematischen Emotionen (z. B. Traurigkeit, Angst oder Wut) eine Ursache dafür sind, dass verschiedene Formen von Fehlbeanspruchungen sowie psychischen Störungen auftreten. Vor allem Depressions- und Angsterkrankungen führten in den letzten Jahren zu einem Anstieg von krankheitsbedingten Fehlzeiten und mehr Anträgen auf Frühberentungen. Es ist daher sinnvoll, die Kompetenzen zur Stressregulierung bereits in der Berufsausbildung zu verankern.

In drei Ausbildungsklassen des DRK Bildungswerkes Sachsen wurde die Wirksamkeit des Trainings Emotionaler Kompetenzen (TEK) als integrativer Bestandteil des Ausbildungsberufes untersucht. Der Untersuchungszeitraum betrug drei Jahre. Um einen Transfer der vermittelten Trainingsinhalte in die Berufspraxis zu erleichtern, wurden auch die Praxisanleiterinnen und Praxisanleiter in den Lehrrettungswachen in das Training einbezogen.

Das Training verbessert emotionale Kompetenzen bei Auszubildenden nachweislich. Zugleich kann es verhindern, dass Burn-Out-Merkmale wie Emotionale Erschöpfung und Zynismus mit der Dauer der Berufstätigkeit ansteigen. Der iga.Report 37 fasst die Ergebnisse der Untersuchung zusammen. Die Autorinnen empfehlen, die Vermittlung emotionaler Kompetenzen in den Ausbildungsplänen des Rettungsdienstes zu verankern.