BGF, Arbeitsschutz und Arbeitgeberattraktivität

Studie: Zusammenhang von BGF und Arbeitsschutz mit Arbeitgeberattraktivität

Die Untersuchung zeigt: Systematische und qualitativ gut umgesetzte Maßnahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) und des Arbeitsschutzes hängen positiv mit der wahrgenommenen Arbeitgeberattraktivität zusammen. Grundlage der Untersuchung war ein mehrstufiges Vorgehen mit Literaturanalyse, Interviews mit Expertinnen und Experten sowie einer Befragung von 1.847 Beschäftigten.

Ergebnisse der Literaturanalyse und Interviews:

  • Positive Zusammenhänge: Hochwertige Studien belegen, dass BGF und Arbeitsschutz positiv mit der Arbeitszufriedenheit und der Personalbindung verbunden sind.
  • Praxisperspektive: Verantwortliche aus Unternehmen sehen den größten Einfluss bei gesunden Arbeitsbedingungen, Führungskultur und Teamklima.
  • Erfolgsfaktoren: Beschäftigte nehmen Angebote zur BGF und zum Arbeitsschutz vor allem dann positiv wahr, wenn sie verständlich kommuniziert, nachvollziehbar begründet und im Alltag konsequent umgesetzt werden.
  • Handlungsempfehlungen: Frühzeitige Einbindung externer Partner, klare Zieldefinition, kontinuierliche Kommunikation, Sensibilisierung der Führungskräfte, Bedarfsanalyse, kleine Startmaßnahmen und regelmäßige Evaluation. 

Dies ist ein Textauszug – hier geht's direkt zur vollständigen Publikation: 
iga.Report 49: "Gesunde, sichere Arbeit - ein Schlüssel für die Arbeitgeberattraktivität?”.

   Ergebnisse der Beschäftigtenbefragung:
 

  • Systematik ist wichtig: Je breiter und systematischer das Angebot der BGF und des Arbeitsschutzes, desto höher die Arbeitgeberattraktivität. Wichtig sind Angebote auf allen Ebenen: Beschäftigte, Team, Führungskräfte und Organisation.
  • Qualität der Umsetzung: Werden Mitarbeitende gut informiert, aktiv eingebunden und durch Vorgesetzte unterstützt, wirken auch wenige Maßnahmen nahezu genauso stark auf die Arbeitgeberattraktivität wie ein breites, systematisches Angebot.
  • Verhältnisprävention wirkt stärker: Strukturelle Maßnahmen (z. B. ergonomische Arbeitsgestaltung) zeigen größere Effekte als rein verhaltensbezogene Angebote.
  • Glaubwürdigkeit und Passung zur Organisation sind Schlüsselfaktoren.

Fazit: Nicht die Anzahl der Maßnahmen ist ausschlaggebend, sondern deren Systematik und Qualität. Unternehmen, die Gesundheits- und Sicherheitsangebote systematisch, sichtbar, nachvollziehbar und partizipativ umsetzen, können ihre Attraktivität als Arbeitgeber deutlich steigern.

Mehr zum Thema BGF, Arbeitsschutz und Arbeitgeberattraktivtät:

Dies ist ein Auszug aus dem iga.Report 49 “Gesunde, sichere Arbeit - ein Schlüssel für die Arbeitgeberattraktivität?”:

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