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„Culture eats strategy for breakfast“ – dieses Zitat wird dem Ökonomen Peter Drucker zugeschrieben und bringt zum Ausdruck, dass neben der Strategie eines Unternehmens vor allem dessen Kultur bedeutsam ist. Trotzdem geriet die Wichtigkeit der Unternehmenskultur in den letzten Jahrzehnten in den Hintergrund. Erst seit einigen Jahren ist sie wieder vermehrt Thema in der Organisationsentwicklung.
Dabei geht der Begriff Unternehmenskultur bereits bis in das 18. Jahrhundert zurück. Mit dem großen Japanschock Ende der 1970er und Anfang der 1980er Jahre drang die Unternehmenskultur endgültig auch in die Organisationstheorie und Managementlehre ein.
Damals überraschte die japanische Wirtschaft mit einem enormen Aufschwung. Dies traf führende Industrienationen wie die USA schwer. Daraufhin wurden die herkömmlichen Managementmethoden in Frage gestellt und man versuchte herauszufinden, was den japanischen Erfolg ausmachte.
Nicht nur die „harten Faktoren“, sondern vor allem die „weichen Faktoren“ konnten als Erfolgsgeheimnis der japanischen Unternehmen ausfindig gemacht werden. Der Vorsprung kam also nicht unbedingt durch bessere Technologien oder effizientere Strukturen und Prozesse zustande, sondern auch durch Loyalität, lange Betriebszugehörigkeit, gemeinsame Werte, Lernen aus Fehlern und Kritik.
Es waren somit vor allem die unausgesprochenen Regeln und impliziten Normen, die das Handeln der Beschäftigten beeinflussten und die Unternehmen erfolgreicher machten.
Dies ist ein Textauszug – hier geht's direkt zur vollständigen Publikation:
iga.Report 47 „Unternehmen im Wandel – Unternehmenskultur und New Work“.
Seitdem erschienen eine Vielzahl von Studien rund um Unternehmenskultur. Das Thema ist noch nicht (wieder) in allen Unternehmen angekommen, erfährt aber momentan eine Art Renaissance. Durch den demografischen Wandel, verschiedene Generationen mit unterschiedlichen Werten, die Globalisierung, die Digitalisierung und neue Produktionsprozesse verändert sich die Arbeitswelt.
Um Unternehmen im Wandel anpassungs- und reaktionsfähig zu sein, benötigt es daher neben der Optimierung von Strukturen, Prozessen und Systemen vor allem auch die Weiterentwicklung der Kultur im Unternehmen.
Verschiedene Studien zeigen, dass eine beschäftigtenorientierte Unternehmenskultur auch einen positiven Einfluss auf die Gesundheit haben kann. Dabei geht es vor allem auch um Werte wie Wertschätzung, Partizipation oder Transparenz. Damit wird deutlich, dass Führungskräfte einen entscheidenden Einfluss auf die Kultur und infolgedessen auch auf die Gesundheit der Beschäftigten haben.
Dies ist ein Auszug aus dem iga.Report 47 „Unternehmen im Wandel – Unternehmenskultur und New Work“.