Was ist Hirndoping?

Hirndoping bezieht sich auf die Verwendung von verschreibungspflichtigen oder illegalen Substanzen, die darauf abzielen, die geistige und kognitive Leistungsfähigkeit zu steigern, die Stimmung aufzuhellen oder Ängste zu mildern – oft auf unnatürliche Weise und ohne medizinische Notwendigkeit, also nicht zur Therapie einer Erkrankung.

Häufig wird Hirndoping genutzt, um die Konzentration, Aufmerksamkeit, Gedächtnisleistung oder allgemeine geistige Wachsamkeit zu verbessern, insbesondere in stressigen Situationen wie Prüfungen oder wichtigen beruflichen Aufgaben.

Neuro-Enhancement versus Hirndoping

Langfristiger oder missbräuchlicher Gebrauch von Hirndoping-Medikamenten kann unter anderem zu Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Nervosität, Angstzuständen, Persönlichkeitsveränderungen, Lebererkrankungen und sogar zu schwerwiegenden Herz-Kreislauf-Problemen führen. Zudem kann eine Abhängigkeit mit Substanzverlangen (Craving) entstehen.

Häufig wird der Begriff Neuro-Enhancement synonym zu Hirndoping verwendet. Unter Neuro-Enhancement werden allerdings Versuche aller Art verstanden, die geistige Leistungsfähigkeit zu steigern. Das umfasst auch die Einnahme legaler Substanzen und Präparate oder mentales Training. Hirndoping ist somit ein Teilbereich des umfassenderen Konzepts Neuro-Enhancement. 

Dies ist ein Textauszug – hier geht's direkt zum Web-Based Training “Suchtprävention”: 
Web-Based Training: “Suchtprävention in der Arbeitswelt”.

Es gibt im Wesentlichen drei Gruppen psychoaktiver Substanzen, die als Neuro-Enhancer eingesetzt werden:

Verschreibungspflichtige Arzneimittel:

Zu den bekanntesten, verschreibungspflichtigen Arzneimitteln, die als „Hirndoping“ verwendet werden, gehören Medikamente wie Methylphenidat (beispielsweise Ritalin) oder Modafinil. Diese Medikamente werden zur Behandlung bei ADHS oder Narkolepsie eingesetzt. 
Manche Menschen nehmen sie jedoch ein, um ihre kognitive Leistung zu steigern. Sie wirken, indem sie die Konzentration und Wachsamkeit erhöhen. Neben solchen Psychostimulanzien werden manchmal auch Antidementiva, Antidepressiva oder Betablocker zur Leistungssteigerung eingesetzt.

Illegale Substanzen

Amphetamine (zum Beispiel Speed), Methamphetamin (beispielsweise Crystal) und Kokain werden teilweise als illegale Substanzen zum Hirndoping eingesetzt, um Wachheit, Konzentration und Reaktionsfähigkeit kurzfristig zu steigern. Deren Besitz, Handel oder Herstellung sind nach dem Gesetz verboten. Studien zeigen, dass diese Substanzen unter bestimmten Bedingungen zwar eine vorübergehende Leistungssteigerung bewirken können. Allerdings sind die gesundheitlichen Risiken erheblich: Nebenwirkungen reichen von Unruhe, Aggression, Persönlichkeitsveränderungen und Psychosen bis hin zu Herz-Kreislauf-Problemen und langfristigen Hirnschäden. Zudem besitzen solche illegalen Substanzen ein hohes Abhängigkeitspotenzial.

Legale Substanzen

Häufig konsumiert werden auch nicht-verschreibungspflichtige, legale Substanzen, wie Kaffee, Energydrinks oder Ginkgo Bilboa-Präparate, um Müdigkeit zu bekämpfen und die geistige Leistungsfähigkeit vorübergehend zu steigern.

Mehr zum Thema Suchtprävention:

Dies ist ein Auszug aus dem Web-Based Training “Suchtprävention in der Arbeitswelt”.

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